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  CHRISTOPHER AMMANN  
  WINE EVENT  
     
 
 
 
Weinbereitung

Die phenologische Reife der Trauben werden im Lauf des zu Ende gehenden Sommers stetig kontrolliert. Kriterien sind nicht nur Farbe, sondern vor allem Zuckergehalt, Säure und Bukettstoffe. Ausschlaggebend für den Erntebeginn ist dieser „Test“ – er wird auch mit dem Refraktometer (siehe weiter unten) unterstützt – das Wetter und die weitere Wetter-entwicklung. Die Lesegeschirre, die Rebscheren und die Einsatzpläne der Ernteleute müssen bereit sein.

Die gesunden Trauben werden in Kistchen, die ca. 15 Kilo Trauben fassen, geerntet und gegen Ende in grosse Standen geleert. Glück hat man, wenn die Trauben nicht gesöndert werden müssen. Der Aufwand für die spezielle Lese würde sich dadurch erhöhen, denn jede Traube müsste nach faulen, grünen (unreifen) oder essigstichigen Beeren abgesucht werden; diese würden selbstverständlich auf den Boden „geschnitten“.

Am Ende eines Erntetages wird der Weinlesekontrolleur die Qualität der Trauben feststellen. Mit einer Chromstahlsonde entnimmt er aus jeder Stande eine Portion Trauben, wird diese zerquetschen und den Saft mit dem Refraktometer beurteilen. Dieses Messgerät basiert auf der Lichtbrechung: je dichter eine Flüssigkeit ist, desto grösser ist sie. Je mehr (Frucht-)Zucker im Saft, desto grösser also die Oechslezahl. Dieser Wert wird in Attesten festgehalten. Die Traubenlieferanten (Winzer) werden – sofern sie die Trauben nicht selber weiter verarbeiten – nach diesen Oechslegraden auch bezahlt. Diese Qualitätsbezahlung, die schon viele Jahre angewandt wird, ermöglicht gute Trauben und dann auch guten Wein zu erhalten. Der Winzer wird so auch gerecht nach seinem Aufwand entlöhnt.

Die Trauben gelangen umgehend in die Kellerei, werden dort nochmals geprüft und weiterverarbeitet.

Schematische Darstellung der Weinbereitung
Schema Rot-Weiss